FÖRDERNEine Schule ohne Schüler

2014 erhielt das Förderzentrum Schleswig-Kropp als erste „Schule ohne Schüler“ den Jacob-Muth Preis für inklusive Schulen. Eine „Schule ohne Schüler“? Was zunächst merkwürdig klingt, funktioniert in der Realität erstaunlich gut, wirft aber zugleich zahlreiche Fragen auf. Ein aktuelles Interview mit dem Leiter des Förderzentrums gibt Einblicke in die Praxis im Jahr 2020.

Blick von hinten in ein leeres Klassenzimmer

Klassenzimmer mit leeren Stuhlreihen (c)Rido/stock.adobe.com

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Bereits im Jahr 2006 hatte man damit begonnen, die insgesamt 330 am Förderzentrum unterrichteten Schülerinnen und Schüler nach und nach in die wohnortnahen Regelschulen umzuschulen. Zu Beginn des Schuljahrs 2013/2014 war das Förderzentrum Schleswig-Kropp dann komplett „schülerfrei“. Das Förderzentrum behielt eine Schulleitung und ein vollständiges Kollegium, das von nun an zu den Schülerinnen und Schülern an die Regelschulen kam. Aber kann das funktionieren? Und wie läuft dies im Alltag ab? Sind die Lehrerinnen und Lehrer des Förderzentrums ausreichend in die Kollegien der Regelschule eingebunden? Und fühlen sich die Schülerinnen und Schüler als "echter" Teil der Regelschule? Wie können sie eine feste Bindung zu den Lehrkräften aufbauen, die nur stundenweise zu ihnen in die Schule kommen? Und wie und wo sehen sich die Eltern der Kinder mit Förderbedarf mit ihren Belangen repräsentiert - an der Regelschule, am Förderzentrum oder an beiden Einrichtungen?

Das Konzept wirft viele Fragen auf, gibt aber zugleich spannende Antworten. Das Deutsche Schulportal hat dazu mit dem Leiter des Förderzentrums Schleswig-Kropp, Lars Krackert, eine Interview geführt, das Sie unter https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/eine-schule-geht-dahin-wo-die-schueler-sind/ abrufen können.

In Ausgabe 5 der Zeitschrift SCHULE inklusiv im Beitrag „Alle Eltern gestalten mit“ (Zeitschriftenausgabe beziehbar unter https://www.schule-inklusiv.de/zeitschrift/hefte-artikel/inhalt/mit-eltern-zusammenarbeiten-1/) berichtet u.a. der stellvertretende Schulleiter des Förderzentrums, Eike Fischer, darüber, wie die Elternarbeit am Förderzentrum organisiert ist.

Aktuell nehmen die Förderzentren in Schleswig-Holstein zudem am Schulfeedback.SH teil, einer freiwillige Evaluation, die die Schule selbst in Auftrag gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von SCHULE inklusiv im Beitrag von Matthias Habetha, "Schulen ohne Schüler evaluieren" (Zeitschriftenausgabe beziehbar unter https://www.schule-inklusiv.de/zeitschrift/hefte-artikel/premium/reflexion-und-feedback/schulen-ohne-schueler-evaluieren/) .    

 

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