Fördern - aber Wie?Was ein gutes Förderkonzept braucht

Schulen sollen ihre Schülerinnen und Schüler möglichst optimal fördern. Was aber braucht ein gutes Förderkonzept? Wir haben einige konkrete Tipps für Sie zusammengestellt.

In der Schule optimal fördern

Um alle Schülerinnen und Schüler optimal fördern zu können, braucht es ein gutes und abgestimmtes Konzept. pixabay / CC0 Creative Commons

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Ein gutes Förderkonzept braucht ...

... einen langen Atem! Es wird nicht gelingen, von heute auf morgen ein umfassendes Förderkonzept an der Schule zu installieren. Nehmen Sie sich Zeit, die Maßnahmen Schritt für Schritt zu entfalten.

... den Blick auf aktive Lernerinnen und Lerner. Auch die ausgefeiltesten Förder maßnahmen können nur Erfolg haben, wenn die Schüler/innen ihr Lernen aktiv gestalten. Befragen Sie die einzelnen Konzepte daraufhin, welcher Lernbegriff zugrunde liegt.

... Kommunikation! Wenn viele Menschen an Fördermaßnahmen beteiligt sind, dann braucht es einen multiprofessionellen Austausch. Überlegen Sie, wie dieser in den pädagogischen Alltag verbindlich integriert
werden kann.

... Anschlussmöglichkeiten! Wenn Kolleginnen und Kollegen das Gefühl haben, sie können sich mit ihren vorhandenen Kompetenzen in die Fördermaßnahmen einbringen, dann erleichtert das den Einstieg. 

... pflege! Es ist wichtig, Fördermaßnahmen kritisch auf ihre Wirksamkeit hin zu beobachten. Tauschen Sie sich in regelmäßigen Abständen über Erfolge und neue Herausforderungen aus. Wenn es nötig ist, müssen
Maßnahmen erweitert, angepasst oder auch verworfen werden.

... Flexibilität! Es gibt nicht das eine Förderkonzept, das für jede Schule passt. Überlegen Sie gemeinsam, welche Ziele verfolgt werden sollen, welche Maßnahmen dafür geeignet sind und was zu den konkreten Bedingungen Ihrer Schule passt.

... Ressourcen! Ohne ein Unterstützungssystem kann ein Förderkonzept nicht auf eine solide Basis gestellt werden. Organisieren Sie verlässliche Strukturen für Zeiten und Räume, Fortbildung und Kooperation mit externen Partnern. Nur so kann ein Förderkonzept auf Dauer gestellt werden.

... Offenheit! Bedenken und Vorbehalte werden nicht dadurch weniger, dass sie vor die Tür geschickt werden. Definieren Sie Zeiten und Räume, in denen diese verhandelt werden können.

... Abstimmung! Manchmal weiß die eine Hand nicht, was die andere tut. Klären Sie Leitlinien und Zielvorstellungen, damit die verschiedenen Fördermaßnahmen in eine pädagogisch sinnvolle Passung gebracht werden können.

... eine reflexive Haltung! Schulische Förderung ist auch mit Widersprüchen und Zielkonflikten verbunden. Behalten Sie z. B. im Blick, dass eine Strategie zur optimalen Förderung aller Schülerinnen und Schüler nicht gleichzeitig deren unterschiedliche Startvoraussetzungen ausgleicht. Solche Zielkonflikte sollten nicht einseitig aufgelöst oder ausgeblendet, sondern immer wieder in eine Balance gebracht werden.

 

Im Friedrich Jahresheft 2014 finden Sie weitere Beiträge zum Thema.

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