Inklusive SchuleJakob Muth-Preis für inklusive Schule 2019

Seit 2009 wird alljährlich der Jacob Muth-Preis an Schulen vergeben, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen. In diesem Jahr erhielten vier Schulen die mit jeweils 3000 Euro dotierte Auszeichnung. Zum ersten Mal wurde auch ein Publikumspreis verliehen, der ein inklusives Schülerinnen- und Schülerprojekt würdigt. Was zeichnet die Preisträgerschulen aus und welche Anregungen lassen sich für die eigenen Schule ableiten?

Ein Junge im Rollstuhl spielt Boule zusammen mit zwei nicht behinderten Menschen

Gemeinsam aktiv werden Stefan Schranz/pixabay

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Vier ganz unterschiedliche Schulen haben in diesem Jahr den mit jeweils 3000 Euro dotierten Jacob Muth-Preis erhalten: die Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum in Jena, die Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin, die Schule An der Burgweide in Hamburg und die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn.

Die Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum in Jena beeindruckte die Jury vor allem durch die "systematische Verbindung des inklusiven Lernens mit dem umfassenden kulturellen Bildungsangebot" (https://www.jakobmuthpreis.de/neuigkeiten/detail/artikel/gewinner-des-jakob-muth-preises-fuer-inklusive-schulen/36/). An der Schule wird zudem durchgängig jahrgangsübergreifend und projektorientiert gelernt. Die Schule öffnet sich nach außen und bezieht externe Aktuere konsequent ein. Die Friedenauer Gemeinschaftschule in Berlin setzt ihre Schwerpunkte vor allem bei der individuellen Förderung und der Vorbereitung von Jugendlichen mit Förderbedarf auf die Zeit nach der Schule. Der Schule an der Burgweide in Hamburg gelingt es als Grundschule im sozialen Brennpunkt in besonderer Weise, Kinder aus ganz unterschiedlichen Milieus und mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen inklusiv zu beschulen. Schließlich überzeugte die Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn mit der Umsetzung der Dalton-Methode aus den USA, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, nach ihrem eigenen Tempo, in ihrer eigenen Umgebung und mit von ihnen selbst gewählten Partnerinnen und Partnern zu lernen. 

Das preigekrönte Schülerinnen- und Schülerprojekt "Herausspaziert" der Matthias-Claudius-Gesamtschule in Bochum zielt daruf, sich gemeinsam den Aktions- und Lebensraum außerhalb der Schule zu erschließen. Schulleiter Holger Jeppel beschreibt die Idee des Projekts als „Raus aus der Schule, rein ins Leben“ , mit der es darum geht, "die Jugendlichen am Übergang zwischen Kindheit und Erwachsensein ernst zu nehmen, ihnen zu helfen, Vertrauen in sich selbst und andere zu entwickeln ..." https://www.jakobmuthpreis.de/preistraeger/preistraeger-2019/projekt-herausspaziert-matthias-claudius-gesamtschule-bochum/.

Eine detaillierte Beschreibung der Preisträgerschulen sowie des Projekts finden Sie auf https://www.jakobmuthpreis.de/preistraeger/preistraeger-2019/ 

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