1. – 13. Schuljahr

Daniela Neumann | Franziska Bauer

Arbeiten und Lernen im Netzwerk

Ziele und Wirkungen des bundesweiten „Entwicklungsnetzwerks zur Unterstützung für Schule in kritischer Lage der Robert Bosch Stiftung

Im Jahr 2015 initiierte die Robert Bosch Stiftung ein bundeslandübergreifendes Entwicklungsnetzwerk zur Unterstützung für Schulen in kritischer Lage. In ihm sind aktuell Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten. Was waren die Gründe für diesen Schritt, wie arbeitet das Netzwerk und welche Wirkung entfaltet es?

Gründung des Entwicklungsnetzwerks
Der Ausgangspunkt für die Initiierung des Entwicklungsnetzwerks war das Pilotprojekt „School Turnaround Berliner Schulen starten durch, das die Robert Bosch Stiftung von 2013 bis 2017 in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie durchgeführt hat (vgl. Beitrag Trageser in dieser Ausgabe). Auch in anderen Bundesländern wie Bremen oder Hamburg gab es zum Zeitpunkt der Netzwerkgründung bereits Aktivitäten zur Unterstützung von Schulen in kritischer Lage, jedoch existierte nur wenig systematisiertes Wissen über wirksame Maßnahmen und Handlungsansätze. Ziel bei der Gründung des Entwicklungsnetzwerks war es daher, diese Expertise zu bündeln und eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Praxiswissen zur Unterstützung von Schulen zu schaffen. Doch das Netzwerk geht weit über den Austausch guter Praxis hinaus.
Entwicklungsnetzwerk zur Unterstützung von Schule in kritischer Lage der Robert Bosch Stiftung
Entwicklungsnetzwerk zur Unterstützung von Schule in kritischer Lage der Robert Bosch Stiftung
Initiierung: 2015
Ziel: Bundeslandübergreifendes Netzwerk zum Erfahrungsaustausch und zur Erprobung neuer Lösungsansätze zur Unterstützung von Schule in kritischer Lage
Mitglieder: 20 Akteure aus Ministerien, Schulverwaltungen, Schulaufsichten, Landesinstituten und Modellprojekten sowie Schulleitungen aus sieben Bundesländern (Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen)
Formate der Netzwerkarbeit:
  • Netzwerktreffen: 1x pro Quartal zu einem vom Netzwerk bestimmten Thema
  • Werkstück-Workshops (2017−2019): 4x im Jahr zu konkreten Fragestellungen aus den Werkstücken; ein Werkstück ist ein konkretes Arbeitsvorhaben einzelner Netzwerkmitglieder auf Bundeslandebene zur Unterstützung von Schule in kritischer Lage
  • Lernreisen (z.B. nach London 2018)
Wissenschaftliche Begleitstudie zum Projekt „School Turnaround Berliner Schulen starten durch zum Download: https://www.bosch-stiftung.de/de/publikation/pilotprojekt-school-turnaround-berliner-schulen-starten-durch
Ein Netz gibt Sicherheit und überwindet Grenzen
Das Entwicklungsnetzwerk bringt Vertreterinnen und Vertreter aus ministerieller Schulverwaltung und Schulaufsicht, Landesinstituten und Modellprojekten sowie Schulleitungen aus sieben Bundesländern zusammen (siehe Infokasten). Die Mitgliedschaft beruht auf Freiwilligkeit und der Motivation, Veränderungen im eigenen Arbeitsfeld bzw. in der Heimatinstitution zu bewirken. Die kleine Gruppengröße (derzeit 20 Mitglieder) und der feste Mitgliederstamm sind Schlüsselfaktoren dafür, dass sich das Netzwerk zu einem vertrauensvollen Denk- und Arbeitsraum entwickelt hat. Die Mitglieder nutzen die Netzwerktreffen als geschützten Rahmen, um sich über Länder-, Hierarchie- und Institutionengrenzen hinweg mit hoher fachlicher Kompetenz und aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage zu widmen, wie Schulen in kritischer Lage unterstützt werden können.
Voneinander lernen und gemein-sam Veränderungen bewirken
Das Netzwerk versteht sich als eine „community of practice and learning. Die Mitglieder treffen sich quartalsweise und beschäftigen sich mit selbst gewählten Themen, wie z.B....

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